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Schauberichte / Schausaison 2015

Thüringer Zwerg-Barthühner in der Schausaison 2015

Erfreulich war, dass zur HSS 2015 in Barchfeld alle 10 anerkannten Farben-schläge gezeigt wurden. Es waren 201 Tiere:  1.0 > 90 Tiere, 0.1 > 111 Tiere.

Dies waren 12 Tiere mehr als 2014.

Die führenden Farbenschläge sind schwarz: 46 Tiere, chamois-weißgetupft: 35 Tiere, silber-schwarzgetupft: 27 Tiere und rebhuhnhalsig 23 Tiere.

Es wurden aber auch wieder 15 „Weiße“ gezeigt.

 

  • schwarz

Hier ist ein sehr hoher  Zuchtstand erreicht, mit recht einheitlicher Größe, Typ sowie Bartform, Halskrause und Stand. Geachtet werden sollte auf eine noch etwas waagerechtere Körperhaltung und auch eine leicht gehobene Schwanzpartie der 0.1 wäre von Vorteil.

  • weiß

Farbe, Stand und Läufe sind sehr gut, auch die Bartform ist verbessert worden – die Bärte sind fester geworden. Im Körper sollten die Tiere noch gleichmäßiger werden – nicht zu lang bzw. nicht zu kurz. Hier sollte ein Mittelweg gefunden werden. Auch sollte auf die Federbreite geachtet werden.

  • blaugesäumt

Diese verfügen schon über einen recht einheitlichen Typ sowie SG Stand und Läufe. Die Grundfarbe sollte aber noch reiner, sowie der Saum gleichmäßiger und zum Teil schärfer werden.

  • rot

Hinsichtlich dieses eher sehr seltenen Farbenschlages ist der derzeitige Zuchtstand recht gut. Es sollte auf einen etwas eleganteren Typ wertgelegt  werden, auch sollten sie farblich noch etwas reiner sein.

  • gelb

Hier ist der Unterschied in den einzelnen Zuchten doch recht groß. Neben

sg-Tieren in Typ, Bart und Farbe wurden auch Tiere gezeigt, die typischer in der Oberlinie werden müssen, hohlrunder und abgedeckter im Übergang. Aber auch zum Teil farblich noch reiner.

  • gesperbert

Hier ist ein Qualitätsunterschied zwischen 1.0 und 0.1 zu erkennen. Die 1.0 sollten in der Oberlinie rassetypischer sein, abgedeckter im Übergang und waagerechter in der Körperhaltung, Unterlinie noch voller.

Die 0.1 mit sg Form, Größe, Bart und Halskrause. An den Schwingen sollte sowohl 1.0 als auch 0.1 noch deutlicher gezeichnet sein.

  • gold-schwarzgetupft

Ein absolutes Spitzentier bei 1.0 und 0.1 wurde nicht gezeigt. Die Größe sollte einheitlicher sowie die Körperhaltung waagerechter werden. Große Schwanzpartien der 1.0 täuschen mehr Körpervolumen vor als tatsächlich vorhanden sind. Auch sollten die 0.1 reduzierter in der Steuerlänge sein.

Farbe, Zeichnung und die Tupfenform sind gut.

  • silber-schwarzgetupft

Hier ist ein sg Zuchtstand erreicht in Typ, Bart und Halskrause, schöne Rückenlinien mit angehobenen und nicht zu langen Steuerfeder. Die 1.0 sollten zum Teil noch straffer in der Flügelhaltung werden. Geachtet werden sollte auf eine schöne gerundete Tupfenform – keine Hufeisenzeichnung.

  • chamois-weißgetupft

Auch hier ein sg Zuchtstand. Bei achtzehn 1.0 und siebzehn 0.1 ein Punkte-durchschnitt von 94,4 sagt alles über die hohe Qualität der „Chameusen“.

Typ, Köpfe, Bart, Tupfenbild und Tupfenform sind sg. Aber es sollte in einigen Zuchten auf eine etwas sattere Grundfarbe geachtet werden.

  • rebhuhnhalsig

Die 1.0 mit sg Typ und Linie sowie Mantelfarbe, jedoch gleichmäßiger in der Größe sowie in der Halsfarbe (setzt ab). Die 0.1 sg in Größe, Kopf, Bart und Halskrause sowie „Lachsbrust“. Rieselung noch zarter und Nerv noch durchgehender – sollte bis zum Federende reichen.

  • Fazit

Form + Typ: leicht hohlrunde Rückenlinie mit breit angesetzter und        angehobener Steuerpartie

Kopf + Bart: zarter Kamm mit 4-5 gleichmäßig geschnittenen Kammzacken,                 fest geschlossener und gut gerundeter Bart – Sichtfreiheit beachten

Farbe + Zeichnung

 

Danke sage ich allen Zuchtfreunden, die sich mit unseren Thüringer Zwerg-Barthühnern befassen und somit zu diesem hohen Zuchtstand beigetragen haben.

Für die Schausaison 2016 jedem persönlich „alles Gute“.

 

Wolfgang Hellmann

Zuchtwart der Thüringer Zwerg-Barthühner 

 

 

Thüringer Barthühner auf der Nationalen Siegerschau in Dortmund(18.12.-20.12.2015)

 

Das Meldeergebnis der Thüringer Barthühner und Thüringer Barthühner zur Nationalen in Dortmund  mit 67 Großen und  81 Zwergen ( 10 Käfige blieben leer ) konnte sich sehen lassen.

Unser Sonderrichter Uwe Günther bewertete die Großen.

Bei den 4.6 Schwarzen von 2 Ausstellern war die Form in Ordnung. Wünsche gab es bei einigen Tieren nach mehr Brustrundung und mehr Standfreiheit, V und hv für Volker Rauber.

Bei den 4.8 Weißen gab es Licht und Schatten, 2 x u wegen Entenzehe aber auch 1 x V und hv für Dieter Kirchner. Reinere Grundfarbe und besserer Schwanzaufbau waren die Wünsche bei den beiden Zuchten.

Die 7.11 Gold-schwarzgetupften von drei Ausstellern kamen nicht über sg 95 hinaus. Zu große Kämme und schlechte Bindenzeichnung drückten die Noten.

Ebenfalls die großen Kämme und schlechte Bindenzeichnung fanden sich in der Kritikspalte bei den 5.8 Silber-schwarzgetupften. Hv für Heinz-Hermann Schürkamp.

Der schlechte Schwanzaufbau und die Kämme der beiden chameusen Hähne zogen untere Noten mit sich. Die vier Hennen konnten zwar keine hohen Noten erreichen, konnten aber formlich überzeugen.

Bei den 2.4 Rebhuhnhalsigen gaben die braunen Bärte und die Kehllappenansätze der Hähne Grund zur Kritik, die Hennen konnten durchweg überzeugen, jedoch wurde bei einigen einen klarere Nervzeichnung gefordert.

HV gab es für für Erhard Sticher.

Da der vorgesehene Sonderrichter absagen musste wurden die Thüringer Bartzwerge von einem Allgemeinrichter bewertet.

Die 8.12 Schwarzen ( bei leider 10 leeren Käfigen) machten den Anfang.

Bei den Hähnen war dabei ein festerer Kamm war der häufigste Wunsch, einige der Hennen sollten noch gestreckter im Rumpf sein. Auch einige Kämme gaben Anlass zur Kritik. 2 x hv ( Michael Dzubiella) und 1 x V für Manfred Schmidt.

Die 4.3 Blau-gesäumten überzeugten in der Form. Wünsche wurden geäußert nach klarerem Saum und noch besserer Grundfarbe. 1 x V und  viermal sg 95 konnte Manfred Schmidt erreichen.

Erfreulich das Auftreten der 1.2 roten mit  3 x sg.

5.4 Gelbe konnten die Erwartungen nicht erfüllen. Zu große Kämme, schwarz im Schwanz und fehlende Bartfülle drückten die Noten der Hähne. Die schlechte und unreine Grundfarbe  drückte auch bei den Hennen die Note.

Die 2.1 Gold-schwarzgetupften von Manfred Schmidt wurden durchweg mit oberen sg-Noten bewertet. Der Wunsch nach einem festeren Kamm war meist der Einzigste.

Die 12.24 chamois-weißgetupften Zwerge von 4 Ausstellern bildeten die größte Kollektion. Durchweg gab es gute Noten, dies spiegelt sich wieder in 1 x V und 5 x hv. Bei den mit unteren Noten bewerteten Tieren waren meist Mängel in Schwanzaufbau und Kamm die Ursache. Wünsche gab es auch in der Tupfenfarbe. Allgemein ist mir aufgefallen, dass die Grundfarbe und Tupfenform, vor allem bei den Hennen, sehr unterschiedlich ist. Hier sollte auf eine einheitlichere Farbe  hingearbeitet werden.

Im Sichtungsverfahren zeigte Manfred Schmidt 2.2 gold-blaugetupfte Zwerge.

 

Erhard Sticher

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